Donnerstag, 31. Januar 2013

Deutschsprachige Museums-Apps: Zahlen, Daten, Fakten

"Inzwischen gibt es über 100 Smartphone-Applikationen von und für Museen in der ganzen Welt."
Diesen Satz habe ich am 23. November 2010 geschrieben. Seitdem hat sich einiges getan. Es wird nicht mehr lange dauern, bis es 100 Apps allein von Museen in Österreich, Deutschland und der Schweiz gibt.

Auch in der Karte, die lange hauptsächlich Apps in den vier bis fünf größten Städten Deutschlands angezeigt hat, schließen sich langsam die Lücken.


Museums-Apps auf einer größeren Karte anzeigen

Mein Blog, auf dem ich Museums-Apps und mobile Webseite sammle, hat inzwischen 90 Artikel.*

Dort sind verzeichnet:

3 Mobile Internetseiten
87 Apps [11 davon stehen nicht mehr zum Download bereit]

75 in Apples iTunes Store verfügbar [davon 16 nur für iPad]
26 in Googles Play Store verfügbar


* Ein Artikel auf http://www.museums-app.de/WP/ bespricht je eine App oder mobile Internetseiten. Wenn eine App für Android und iOS programmiert wurde, befinden sich beide Links in einem Artikel. Da mir für andere mobile Betriebssysteme keine deutschsprachigen Museums-Apps bekannt sind, werden diese hier nicht aufgezählt.
Vergleich zu 2011 und 2012

Artikel vom 15. Januar 2011: "Weltweit gibt es inzwischen über 130 Apps, die von einem Museum produziert oder beauftragt wurden. Ich kenne zehn deutscher Sprache."

Artikel vom vom 07. April 2012: "Inzwischen gibt es 56 iPhone-Applikationen, die von Museen in Deutschland, Österreich und der Schweiz veröffentlicht wurden. Sechs davon sind außerdem im Play Store (ehemals Android Market) verfügbar, eine weitere App steht ausschließlich dort zum Download bereit."


Es werden nur deutschsprachige Apps und Web Apps berücksichtigt, die von bzw. im Auftrag von einem Museum veröffentlicht wurden. Museumsfinder u. ä. wurden nicht aufgenommen.
Vollständigkeit kann nicht garantiert werden. Für Anmerkungen und Ergänzungen bin ich immer dankbar.

Kommentare:

Andreas hat gesagt…

Hallo Dorian,

Vielen Dank für die bereitgestellten Informationen. Immer wieder sind deine Seiten für mich ein erster Anlaufpunkt um zu sehen was auf dem App-Markt für Museen los ist. Es hat sich wirklich Einiges getan.
Zwei Punkte die ich interessant finde - ich glaube, mobile Websites mit in die Liste aufzunehmen ist herausfordernd. Zukünftige Website-ReLaunches von Museen werden mehr und mehr im Responsive Design durchgeführt. Das ist nicht zwangsweise besser als eine mobile Website, aber Ergebnisse wie z.B. im Falle des Müritzeums("gefällt mir") können damit durchaus erzielt werden.
Deinem Artikel "Erfolglose Museums-Apps?" ist vielleicht noch etwas hinzuzufügen. Eben weil sehr viele Museen keine als App verkleidete AudioGuides haben wollen, gehen sie den Weg, eigens entwickelte Apps per Developer-Lizenz, Jailbreak o.ä. auf iOs(iPod touch) oder Androidgeräte zu bringen. Daher ist die Anzahl der Museen die zumindest den Stand der Technik nutzen weitaus höher als es sich darstellt. Nur werden die App-Stores nicht als Vertriebskanal genutzt und die Guides(Apps) nicht als Marketing-/Kommunikationsinstrument genutzt.
Diesen Markt zu erfassen wäre sehr interessant, ist jedoch aufgrund des Aufwands eher schwierig.

Andreas A.

Dorian Ines Gütt hat gesagt…

Guten Morgen Andreas,

es stimmt, die Sache mit den mobilen Internetseiten ist sehr schwierig. Da hat sich in meinen Zahlen ja auch nichts getan, was mit Sicherheit nicht die Realität widerspiegelt... Ich habe diese Seiten von Anfang an mit einbezogen, da man mit Html5/CSS3/etc. nach wie vor fast alles basteln kann, was Museums-Apps heute an Funktionen [und auch an Design] anbieten.

Vor zwei Jahren hatte ich erwartet, dass es in naher Zukunft üblich sein würde, neben einer iOS- und evtl. einer Android-App eine Web App anzubieten. Außerdem bin ich davon ausgegangen, dass es einzelne umfangreich beworbene Web Apps von Museen geben würde. Da beides vermutlich nicht allzu bald eintreten wird und meine Liste sowieso unvollständig bleiben wird, wäre es wahrscheinlich konsequent, Web Apps / mobile Internetseiten aus meinen Listen zu entfernen... Aber bisher konnte ich mich noch nicht dazu durchringen.

Bezüglich der Anwendungen, die nur vor Ort verwendet werden, bin ich mir nicht sicher, was du meinst. Geht es dir darum, zu zeigen, dass sehr viel mehr Museen iOS- bzw. Android-Geräte nutzen, als in meinen Listen stehen? Dann hast du natürlich recht. Wenn es nicht so zeitaufwendig wäre, würde ich diese gern mit erfassen...

Oder meinst du, dass viele Museums-Apps mit spannenden Funktionen und Konzepten nicht in den App Stores auftauchen? Da wäre ich vorsichtiger... Natürlich gibt es einzelne interessante Beispiele wie die Kinder-App vom Städel, aber auch hier sind die meisten Anwendungen, die ich kenne, Multimedia-Guides ohne interaktive, spielerische oder kommunikative Elemente.

Kennst du gute Beispiele? Ich bin für Hinweise immer dankbar!

Ich wünsche dir einen schönen Tag! Mit besten Grüßen, Dorian.

Andreas Ahlfeldt hat gesagt…

Hallo Dorian,

ich meinte z.B. Mussen wie das jüdische Museum oder das Museum für Kommunikation in Berlin. Hier werden iPod-touch genutzt auf denen natürlich Apps laufen, diese aber aufgrund ihrer Funktion als "reiner" AudioGuide nur im Museum eingesetzt werden und willentlich nicht über den App-Store angeboten werden, obwohl das theoretisch machbar wäre.
Einige Firmen haben sich auf iOs-iPod-Devices spezialisiert, so z.B Linon Medien (auch in Berlin) oder aber Kulturaufnahme aus Erfurt...

Viele Grüße von der Küste

Andreas